
Die Kenntnisse über die Folgen und Wechselwirkungen anthropogener Landnutzung auf die langfristigen ökosystemaren Prozesse sind heute noch sehr spärlich. Für die östlichen und südöstlichen Gebiete der USA, in denen seit etwa 5000 Jahren eine landwirtschaftliche Nutzung praktiziert wird, liegen für die prähistorische Zeit bisher keine und für den Zeitraum der europäischen Siedlungsphase nur sehr wenige Untersuchungen vor.
Im Praktikumsteil (ca. 8 bis 10 Tage) werden wir die landnutzungsbedingten Folgen und Wechselwirkungen auf die langfristigen ökosystemaren Prozesse rekonstruieren. Hauptaugenmerk werden wir dabei auf die historischen und rezenten Wasser- und Stoffflüsse legen.
In Kombination mit geomorphologisch-bodenkundlichen und landnutzungsgeschichtlichen Untersuchungen sollen vergangene flächenhafte und lineare Bodenerosionsereignisse rekonstruiert und quantifiziert werden. Datierungen (14C, Artefakte, Dendrochronologie) sowie die Auswertung von historischen Schrift- und Bildquellen dienen der zeitlichen Einordnung und als Grundlage der Kalkulation von Akkumulationsraten.
Desweiteren wird eine Exkursion entlang des Mississippi. Wir werden den Spuren früherer Flutkatastrophen und des Hurrikans Kathrina folgen.
Literatur wird ausgegeben