Ziel des Projektes ist es, in der Nähe von Mayen, geoarchäologische Untersuchungen, im Rahmen eines Geländepraktikums durchzuführen. Besonderer Fokus liegt auf die Rekonstruktion der Landschaftsentwicklung und der landwirtschaftlichen Nutzung (z. B. Feldstrukturen, Bewässerungstechnik, Bodennutzungsformen, etc.) in der Zeit der römischen Besiedlung. Die Geländearbeiten werden parallel zu einer archäologischen Grabung durchgeführt, die dort seit März 2010 laufen. Methodisch sollen mit Bagger und Spaten Bodenaufschlüsse angelegt und mit Handbohrgeräten Bohrprofile abgeteuft werden. Das Material soll noch vor Ort bodenkundlich-sedimentologisch untersucht werden. Desweiteren sollen geomorphologische und landnutzungshistorische Kartierungen erfolgen. Die Ergebnisse sollen von den Studierenden ausgewertet und mittels Belegarbeiten dokumentiert werden. Ergänzend soll für potentielle Abschlussarbeiten die Möglichkeit einer Weiterbetreuung geboten werden. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt und wird in enger Kooperation mit dem Römisch Germanischen Zentralmuseum und dem Archäologisches Institut der Universität zu Köln und der Landesarchäologie durchgeführt. An der Veranstaltung nehmen Studierende der Physischen Geographie, den Umweltwissenschaften und der Archäologie teil. Somit bieten sich interdisziplinär-fachliche Austauschmöglichkeiten an. Ein Vorbereitungsseminar und eine zweitägige Vorexkursion sollen zudem einen naturräumlichen und kulturgeschichtlichen Einblick in die Region geben.